24.01.2022

Die dritte Nacht infolge schlecht geschlafen weil mich etwas über Gebühr beschäftigt hat. Ey. Nach dem Betten machen und Duschen schnell Richtung Arbeit verabschiedet (der Mann hat frei). Das Zeugs muss aus meinem Kopf raus.

Straffe 10 Stunden später machte ich Feierabend. Das zermürbende Thema habe ich in Bahnen geleitet, eine andere Aufgabe an die gesundete Kollegin zurückgegeben und selbst meinen Folien-Anteil am Management Review habe ich abgeschlossen. Morgen werde ich da vielleicht noch ein paar Blümchen für die Schönheit drauf pappen.

Rahmspinat, Salzkartoffeln und ein Hauch von Rührei

Mittagessen war ok, irgendwie möchte ich trotzdem mal herausfinden warum ich den letzen Monaten so eine Aversion gegenüber Salzkartoffeln entwickelt habe.

Zuhause erst einmal den Mann geherzt und mir dessen Tag erzählen lassen. Zum Abendessen probierte ich dann mal diese vegan Chicken-Dingsbums von Gutfried. Der erste Bissen war geschmacklich überraschend einem Hähnchen ähnlich. Beim zweiten Bissen machte mir die Textur den Rest aber schnell madig, sehr gewöhnungsbedürftig. Den vom Mann gekochten Schokopudding mit Hafermilch fand ich dann lecker.

Der Rest des Abends wird nicht mehr lange andauern. Müde…

 

23.01.2022

Ein weitere sehr unruhige Nacht. Ich ärgere mich über mich selbst weil mich ein berufliches Thema – das mir eigentlich egal sein sollte – bis in den Halbschlaf verfolgt. Kurz nach sieben Uhr gerädert aufgestanden, der Mann wahr schon am bügeln. So ein guter Mensch.

Ich bekam einen Kaffee serviert und widmete mich dem Berg Zeitungen auf meinem Tischen. Im Grüne Erde-Katalog habe ich mich in Stühle verliebt. Ich denke aber 900€/Stück ist mir aber definitv meiner Gäste dann doch nicht wert; ich bräuchte 6 Stühle… Zum Spätstück gab es Spiegelei auf Bacon und Toast. Mjam.

Bleiernere Müdigkeit triebt den Mann aufs Sofa und mich ins Bett. Trotz totaler Müdigkeit konnte ich nicht einschlafen und beschäftigte mich dösend mit Putzoberflächen, Körnungen und Kostenabschätzungen. Joa. Zum Nachmittagstee gab es einen finnischen Film aus der Mediathek, auf YouTube einen Ausflug nach Aserbaidschan zur kochenden Bäuerin und zum Abschluss eine Eisenbahnfahrt von Trondheim Bodö. Wegen akuter Unlust gab es zum Abendessen was vom Vietnamesen:

Danach bei einem Glas Wein nachlesen  wie es dem jungen Herrn in Kalifornien geht (1,2,3) und nun Bett.

 

22.01.22

Nachdem ich mich vorm einschlafen trotz totaler Müdigkeit noch immer über die Unlogischkeit auf der Arbeit von gestern ärgerte, schlief ich spät und sehr unruhig ein. Am Morgen wachte ich mental völlig verkatert auf und musste mich erstmal sortieren. Um neun Uhr verlies ich dann das Bett und herzte den Mann. Der putzte gerade den Weihnachtsbaum ab.

Ich warf meine Pillen ein, tippte den Bericht für Gestern und schlürfte eine Tasse Kaffee. Der vergangene Abend beschäftigt mich nachhaltig; ich sprach seit Jahrzehnten wieder mit einem Außenstehenden über meine Familiengeschichte. Hätte ich nicht machen sollen, Mütter die ihrem Kind die Arme brechen oder Brotmesser in den Rücken rammen sind schlecht vermittelbar. Die Geschichten drumherum, das vertuschen, weggucken und wegducken machen es nicht einfacher. Vielleicht sollte ich irgendwann mal aufschreiben was hochgradige und schlecht behandelte Schizophrenie mit Familien macht – auf jeden Fall keinen Hort der Geborgen- und Sicherheit. Oder warum man trotzdem die Vormundschaft für solch einen Menschen übernimmt. Vielleicht bleiben die Lagerhallen meiner Dunkelheit auch einfach zu. Freitag der 13.

Gegen 11 Uhr gab es Frühstück. Ein bisserl überlegen welche Putzart wir draussen am Haus haben will Glatt und gestrichen, oder durchgefärbter Naturputz. Hm. Thema vertagt. Ein Nickerchen klingt vielversprechend. 3 Stunden später ist dann schon später Nachmittag. Nanu. Der Mann guckt den kleinen Muck. Ok bis zum Abendessen ertrage ich das mal.

Blumenkohl mit Stampfkartoffeln scheinen heute gutes Essen für die Seele zu sein. Alt werde ich heute eh nicht.

 

21.01.2022

Kurze Nacht mit vielen Drehungen. Morgens eine Dreiviertel Stunden länger gedöst wegen Home Office und überhaupt. Um Halbacht den Rechner aufgeklappt und bis 15 Uhr nochwas gearbeitet. Wieder über eine Unlogischkeit gestolpert die mich echt geärgert hat. Da muss ich noch mal ran.

Die Architekten kamen mit Farbtafeln, das sieht im Tageslicht schon deutlich anders aus als auf Papier ausgedruckt. Wir entschieden uns für Farben für Fassade und Fenster, diskutierten diverse Details bei der praktischen Umsetzung. Der Aufwand wird immer höher, ich bin gespannt wo wir am Ende mit den Zahlen liegen.

Nach einer kurzen Pause fuhren wir dann auf die andere Seite der Stadt und besuchten eine Freundin. Bei Käse und Wein brachten wir uns gegenseitig auf den neusten Stand und erzählten uns Lebensgeschichten. Nach Mitternacht waren wir dann endlich im Bett.

20.01.2022

Einigermaßen ausgeschlafen in den Tag gestartet und selbst die tägliche Tabletten-Übelkeit blieb aus. Auf Arbeit war es dann so wild das ich Mittags schnell mein Essen aß und dann nach Hause flüchtete.

Szegediner Gulasch mit Knödel – letztere staubtrocken mit Tendenzen zu Löschpapier

Es ging dann erst mal weiter wie gehabt, viele Kollegen sind nicht anwesend und es kommen dann per Chat Unmengen an fragen die irgendwann auch mal beantwortet werden müssen. Zum späten Nachmittag schaffte ich es dann mal mit meinem Teil des Management review vorzubereiten. Um 18:30 Uhr brach ich dann ab. Ich guckte auf Netflix einen Film bei dem ich nach 20. Minuten schon vergessen hatte worum es ging und ließ mich berieseln. Irgendwann kam der Mann auch nach Hause, wir quatschten noch ein bisschen und dann war Schicht im Schacht.

19.01.2022

Nach einer bleiernen Nacht mit schmerzenden Gliedern aufgewacht. Meh. Nachdem ich die Autoscheiben freigekratzt hatte, fuhr ich quasi alleine auf der Autobahn zur Arbeit. Dort begrüßte mich die Corona-Warn-App mit roten Warnbild. Ein Kollege ist positiv getestet, wir hatten aber keinerlei persönlichen Kontakt in den letzten 14 Tagen… Nach einer Weile kamen wir darauf das die Warn-App ja nicht nur waagerecht sondern auch senkrecht funktioniert. Der Kollege sitz unter mir.

Straffes wegarbeiten und Feuerwehr spielen. Mittagessen:

Frikadelle, Blumenkohl, Sauce Hollandaise und Salzkartoffeln. Letztere schmeckten wie Radiergummi

Zum Feierabend weitere Feuerwehreinsätze. Dann zügig nach Hause gefahren, der Mann war auch schon da. Ich mümmelte ein paar Weihnachtsplätzchen weg und feuerte den Kamin an. Mir war wieder bis ins innerste kalt.

Später schauten die Bassendorfer vorbei und wir brachten uns bei trockener Pizza gegenseitig auf den neusten  Stand. Das war schön. Jetzt Bett.

18.01.2022

Aufgestanden, massive Kreislaufprobleme und Übelkeit. Ok, dann eben mal nichts tun. Anderswo ist es gerade interessanter: hier und hier.

17.01.2022

Uff, ausgeschlafen ist was anderes. Was solls, aufgestanden, schick gemacht, mit dem Mann zusammen das Haus verlassen. Die Autobahn war schön leer, der Bäcker bei dem ich mir mein Frühstücksbrötchen holte auch. Ebenfalls leer war das Verwaltungsgebäude, ich musste kurz überlegen ob ich vielleicht an einem Sonntag auf Arbeit gefahren bin. Nee, doch nicht. Schade.

Beim überfliegen das Kalenders entschied ich mich von Zuhause aus weiterzuarbeiten. Ich muss ein paar zuarbeiten machen für die ich in der Firma keine Ruhe finde. Die nächsten Stunden ein wenig organisiert und Tickets geschrieben. Mittags dann die Assiette eingepackt und nach Hause gefahren. Unterwegs haben mich Sturmböen fast von der Autobahn geschoben. Hui.

Die nächsten Stunden stramm durchgearbeitet. Zum eigentlichen Feierabend schnell das Essen in die Mikrowelle geschoben:

Currywurst Berliner Art mit Bratkartoffeln?

Ich war mir gar nicht bewusst sowas bestellt zu haben. Gewürzgurken klein geschnitten in die Soße, die “Bratwurst” waren vier Scheibchen.

Was soll es, besser wird es halt nicht. Bis 18 Uhr weitergearbeitet und entnervt den Rechner zugeklappt. Dann wird es eben erst Morgen fertig, ich bin keine Maschine. Ich startete nochmal die Neuinstallation meines MacBooks, im zweiten Anlauf klappte das dann auch. Ich schob dann ein paar Daten hin und her, den Rest mache ich auch hier morgen. Meine neue Nextcloud ist fertig eingerichtet, ich guckte ob es da was Neues zu entdecken gab und baute mir die Passwortumgebung zurecht. Das klappte auf anhieb, fein.

Ich warte jetzt auf den Mann und mache heute ganz genau gar nichts mehr.

16.01.2022

Gegen sieben Uhr munter geworden, noch etwas gedöst und dann final aus dem Bett vertrieben worden weil der Gärtner alle Zimmerpflanzen zum Duschen einsammelte. Ey.

Vor dem Frühstück habe ich schnell noch die Pillendose für die nächsten 14 Tage aufgefüllt, Semmeln aufgebacken und Wurzelwerk zusammengesucht. Ein ausgiebiges Frühstück mit Sekt und ohne Folgetermine. Sehr fein. Der Mann schnibbelte mir das Wurzelwerk klein und ich bereitete daraus und einem halben Rind einen Vorrat an Bolognese…

Danach setzte ich die Wiederherstellung meines MacBooks in Gang und sprang unter die Dusche und stutzte die Hecke im Gesicht. Die Bolognese köchelte weiter vor sich hin. Nachmittag und Abend bestanden aus Nickerchen, durchs YouTube zappen – unterbrochen vom Abendessen – und einer Doku über den Monumentendienst in Niedersachsen, interessante Einrichtung.

Kurz vor Geschäftsschluss schauten die Bassendorfer kurz rein und lieferten Gutes von Nachbars Rindern. Jetzt Heia.

15.01.2022

Der Mann ist irgendwann vor fünf Uhr aufgestanden, irgendwas im Bett war anders also wachte ich auch auf. Zum Glück wirkten die Pillen noch und ich schlief bis 7 Uhr weiter. Etwas dösen und gegen acht Uhr stand ich dann auf um kurz danach ins Auto zu springen und diverse Einkäufe zu tätigen. Die Vorräte sind zwar noch ganz gut gefüllt, aber… In der vergangenen Woche alleine fünf positiv getestete Menschen in meiner Bubble. Dreimal geimpft hin oder her – ich will gerade nicht mehr Menschen treffen müssen als notwendig.

Nach dem Frühstück klickte ich mich auf des Mannes Mac noch durch diverse Unlogischkeiten und wurde fertig. Dabei stellte ich einen Denkfehler meinerseits bei meiner Nextcloud fest und baute mir bei einem anderen Anbieter eine Neue auf. Das führte zu viel hin und her kopieren, spart aber am Ende monatlich Geld und vor allem ist das für Menschen mit weniger Ahnung einfacher zu handhaben. Im Falle des Falles…

Zum Abendessen fabrizierte der Gärtner einen leckeren Gockel. Danach gabs im Fernsehen einen Film aus der Mediathek den ich mir selbst nie ausgesucht hätte, war aber unterhaltsam. Die Flasche Rotkäppchen-Sekt Chardonnay Extra Brut die wir dabei tranken fanden wir dagegen langweilig und nichts sagend. Was finden Leute nur an Rotkäppchen-Sekt.